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Die „Plasmaenergie“, erzeugt durch die Anwendung hoher Radiofrequenzenergie, beruht auf der Ionisierung von Wasser im Gewebe und in der Luft, wodurch eine Ionenwolke, also ein Plasmaball, entsteht. Die benötigten Natrium-(Na)-Ionen werden aus einer isotonischen Lösung, also Salzwasser, bereitgestellt. Das Natriumion im Salzwasser liefert sowohl das für die Plasmaregion notwendige Natrium als auch die Reinigung des Operationsfeldes. Das Gewebe, das in diese Ionenwolke, diesen Plasmaball, gelangt, verdampft und kann abgesaugt werden. So wird das Adenoidgewebe innerhalb weniger Minuten blutungsfrei verdampft und entfernt. Während das verdampfte Gewebe abgesaugt wird, werden gleichzeitig mögliche Blutungen gestillt. Dasselbe Verfahren kann auch bei den Mandeln angewendet werden. Während bei der Kürettage das Operationsfeld nicht im Blickfeld liegt und der Eingriff somit „blind“ durchgeführt wird, ist beim Plasmaverfahren das gesamte Operationsfeld unter dem Operationsmikroskop 10-fach vergrößert sichtbar. Da das Polypengewebe unter vollständiger Sicht entfernt wird, ist die Wahrscheinlichkeit eines Wiederauftretens geringer.