Anaphylaxie ist eine schwere allergische Reaktion, die ein sofortiges und kritisches Eingreifen erfordert. Die erste und wichtigste Behandlung in einer solchen Situation ist eine Epinephrin-Injektion. Neben der Verabreichung von Epinephrin gibt es entscheidende Schritte, die bei einer anaphylaktischen Reaktion zu befolgen sind.

Bei Verdacht auf Anaphylaxie sollte der Patient auf dem Rücken gelagert werden, wobei die Beine über dem Rumpfniveau angehoben werden. Diese Position ist zur Unterstützung des Kreislaufs von entscheidender Bedeutung. In sitzender oder stehender Position zu bleiben, kann das Risiko eines „Leeres-Ventrikel-Syndroms“ erhöhen und zu tödlichen Folgen führen. Schwangere Patientinnen sollten auf die linke Seite gelagert werden, und Patienten, die unter Übelkeit oder Erbrechen leiden, sollten mit zur Seite gedrehtem Kopf gelagert werden.

Der Kontakt mit dem Auslöser muss sofort unterbrochen werden. Im Falle eines Bienenstichs sollte der Stachel entfernt werden, ohne ihn zu quetschen oder zu zerbrechen; bei Verdacht auf eine Nahrungsmittelallergie sollte der Mundraum gereinigt werden; und wenn ein intravenös verabreichtes Medikament der Auslöser ist, sollte dessen Verabreichung sofort eingestellt werden.

Das primäre Medikament, das die Grundlage der Behandlung bildet, ist eine Epinephrin-Injektion. Personen, die zuvor eine Anaphylaxie erlebt haben, wird dringend empfohlen, ihren Adrenalin-Autoinjektor immer bei sich zu tragen.

Als unterstützende Maßnahme sollte Sauerstoff zugeführt, ein intravenöser Zugang gelegt und weitere notwendige Medikamente entsprechend den Anzeichen und Symptomen des Patienten verabreicht werden.

Selbst wenn sich die Anzeichen und Symptome nach einer schnellen Notfallintervention vollständig zurückbilden, ist eine Überwachung der Patienten aufgrund des potenziellen Risikos einer „biphasischen Anaphylaxie“ unerlässlich. Patienten mit Atemwegsbeschwerden sollten 6-8 Stunden in einem Krankenhaus überwacht werden, und Patienten mit Kreislaufstörungen 12-24 Stunden.