Die Diagnose einer Mittelohrentzündung wird von einem Hals-Nasen-Ohren-Arzt (HNO-Arzt) basierend auf den Beschwerden des Patienten und einer umfassenden körperlichen Untersuchung gestellt. Während der Untersuchung verwendet der Arzt ein spezielles beleuchtetes Instrument, um Ohren, Rachen und Nase sorgfältig zu inspizieren und auf Anomalien in den relevanten Gängen zu prüfen. Bei akuter Mittelohrentzündung erscheint das Trommelfell typischerweise gerötet und nach außen gewölbt. Bei chronischer Mittelohrentzündung können Befunde wie eine Perforation (ein Loch), eine Retraktion (ein Einziehen nach innen) oder eine Adhäsion (Verklebung) des Trommelfells an die Mittelohrstrukturen beobachtet werden. Wenn eine Trommelfellperforation und Ausfluss vorhanden sind, ermöglicht eine aus dem Ausfluss entnommene Kulturprobe die Identifizierung des spezifischen bakteriellen Erregers, der die Infektion verursacht.