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Obwohl die medikamentöse Therapie anfänglich bei der Behandlung der Trikuspidalklappeninsuffizienz angewendet wird, können Medikamente in fortgeschrittenen Stadien der Erkrankung unzureichend werden, wodurch ein Eingriff an der Klappe erforderlich wird. Traditionell erfolgte dieser Eingriff mittels chirurgischer Methoden wie Klappenreparatur oder -ersatz. Da chirurgische Ansätze jedoch, insbesondere in fortgeschrittenen Fällen, hohe Risiken bergen, wurde lange nach nicht-chirurgischen Alternativen gesucht. Die Idee, dass die erfolgreich angewandte Mitralklappen-Clipping-Methode auch für die Trikuspidalklappe adaptiert werden könnte, war vielversprechend. Dennoch stellten anatomische Unterschiede zwischen den beiden Klappen Herausforderungen für die direkte Anwendung des Mitralclips an der Trikuspidalklappe dar und machten die Entwicklung eines Trikuspidal-spezifischen Clips erforderlich. Diese minimal-invasive Methode, die in den letzten ein bis zwei Jahren weltweit eingeführt wurde, wurde bisher bei etwa 2.000 Patienten angewendet. Der Trikuspidalclip-Eingriff, der in spezialisierten Zentren durchgeführt wird, bietet eine nicht-chirurgische Behandlungsoption, die die Lebensqualität von Patienten mit Trikuspidalklappeninsuffizienz erheblich verbessert.