Eine Knochenmarktransplantation ist ein lebensrettendes Verfahren, birgt jedoch mehrere potenzielle Komplikationen. Dazu gehören:
* Die Graft-versus-Host-Krankheit (GVHD), die spezifisch für allogene Transplantationen ist.
* Transplantatversagen.
* Organschäden, die Organe wie Leber, Nieren oder Lunge betreffen können.
* Verschiedene Infektionen.
* Sekundäre Komplikationen wie Katarakte, Unfruchtbarkeit oder neue Krebserkrankungen.

Graft-versus-Host-Krankheit (GVHD):
GVHD ist eine signifikante und potenziell schwere Komplikation, die einzigartig für die allogene hämatopoetische Stammzelltransplantation (HSZT) ist. Sie tritt auf, wenn die Immunzellen des Spenders (insbesondere T-Lymphozyten) die Zellen des Empfängers als fremd erkennen und einen Immunangriff einleiten, der zu weit verbreiteten Entzündungen und Organfunktionsstörungen führt. GVHD ist eine Hauptursache für Morbidität und Mortalität nach allogener HSZT.

GVHD kann sich entweder akut, typischerweise innerhalb der ersten Monate nach der Transplantation, oder chronisch, potenziell mehr als ein Jahr nach dem Eingriff, manifestieren.

* Akute GVHD betrifft häufig die Haut (in Form von Ausschlägen), den Magen-Darm-Trakt (verursacht Symptome wie Durchfall, Übelkeit und Erbrechen) und die Leber (führt zu Gelbsucht).
* Chronische GVHD kann mehrere Organsysteme beeinträchtigen und oft schwerere und länger anhaltende Schäden verursachen. Ihre vielfältigen Symptome können Gelenk- oder Muskelschmerzen, Kurzatmigkeit, anhaltenden Husten, Sehstörungen, Hautveränderungen (wie Narbenbildung, Verhärtung oder Ausschläge), Gelbsucht (Gelbfärbung der Haut oder des Weißen der Augen), Mundgeschwüre, Durchfall, Übelkeit und Erbrechen umfassen.