Das typische Erscheinungsbild der Krankheit entwickelt sich sehr langsam, sodass sowohl der Patient als auch seine Angehörigen dies über Jahre hinweg möglicherweise nicht bemerken. Daher wird die Diagnose Akromegalie durchschnittlich mit einer Verzögerung von 5-7 Jahren gestellt. In dieser Zeit wächst auch der Hypophysentumor und ist meist zum Zeitpunkt der Diagnose ein Makroadenom. Auch wenn das äußere Erscheinungsbild auf Akromegalie hindeutet, sind zur sicheren Diagnose unbedingt Laboruntersuchungen erforderlich. Zu wissen ist jedoch, dass ein Endokrinologe die Person ist, die diese Untersuchungen anordnet und auswertet. Zu diesem Zweck müssen die Spiegel des Wachstumshormons (GH) und des insulinähnlichen Wachstumsfaktors-1 (IGF-1) im Blut gemessen werden, und bei Nicht-Diabetikern sollte zusätzlich ein oraler Glukosetoleranztest (oGTT) durchgeführt werden, um zu prüfen, ob das GH im Blut supprimiert wird. Deuten die Laborergebnisse auf eine Akromegalie hin, sollte eine MRT-Bildgebung der Hypophyse angeordnet werden, um ein Adenom nachzuweisen. In einigen seltenen Fällen kann ein Adenom nicht sichtbar sein, und das GH kann von einem außerhalb der Hypophyse liegenden Tumor sezerniert werden. In solchen Fällen kann der Endokrinologe weitere Untersuchungen anordnen, um diesen Tumor zu identifizieren.