Die Sialendoskopie wird am häufigsten zur Behandlung von Speicheldrüsensteinen (Sialolithiasis) eingesetzt. Steine, die endoskopisch lokalisiert werden können, können mit dieser Methode entfernt werden. Die Steinentfernung kann im Allgemeinen auf drei Hauptarten erfolgen.
Erstens können Steine, falls möglich, intakt mit Instrumenten wie Körbchen oder Zangen entnommen werden. Die Größe des Steins ist hierbei ein entscheidender Faktor. Steine, die in der Unterkieferspeicheldrüse weniger als 3 mm oder in der Ohrspeicheldrüse weniger als 7 mm messen, können typischerweise in einem Stück entfernt werden.
Zweitens können größere Steine, die nicht als Ganzes entnommen werden können, mittels Lithotripsie- oder Lasertechniken fragmentiert werden. Die dabei entstehenden kleineren Fragmente werden dann mit einem Körbchen oder einer Zange aus dem Gang entfernt.
Drittens wird in Fällen, in denen die Steine außergewöhnlich groß und resistent gegen Fragmentierung sind, ein kombinierter chirurgischer Ansatz angewendet. Dies beinhaltet die endoskopische Lokalisierung des Steins, die Schaffung eines kleinen Einschnitts im Mund zur Entfernung des Steins und die anschließende Reparatur des Einschnitts sowie die Platzierung eines Stents, um die Durchgängigkeit zu gewährleisten.