Das Ramsay-Hunt-Syndrom, medizinisch als Herpes zoster oticus bekannt, ist eine Erkrankung, die durch das Varizella-Zoster-Virus verursacht wird, welches auch Windpocken und Gürtelrose hervorruft. Dieses Syndrom führt zu schmerzhaften Ausschlägen um das Ohr, im Gesicht oder im Mund, begleitet von einer Gesichtslähmung. Es wurde erstmals 1907 von dem Neurologen James Ramsay Hunt beschrieben. Bei Personen, die in ihrer Kindheit Windpocken hatten, kann das Varizella-Zoster-Virus jahrelang in Nervenzellen inaktiv (schlafend) bleiben. Die Reaktivierung dieses ruhenden Virus führt zu Gürtelrose. Wenn sich das Virus auf die Gesichtsnerven ausbreitet, tritt das Ramsay-Hunt-Syndrom auf.