Wenn man von Arthrose spricht, glauben viele, dass sich, ähnlich wie in einer Waschmaschine, Kalk in den Knien ablagert und dieser Kalk mit Medikamenten gelöst werden kann. Diese Wahrnehmung führt dazu, dass viele Patienten missbraucht und zu einfachen, nicht-operativen und die Krankheit nicht heilenden Behandlungsmethoden geleitet werden. Denn eine einfache pflanzliche oder nicht-chirurgische Behandlung kann jeder anbieten, während die Zahl der Ärzte, die eine sogenannte unikondyläre Knieprothese (Teilprothese) einsetzen können, sehr gering ist. Arthrose ist im Gegensatz zum Volksglauben die Schädigung oder sogar der vollständige Verlust des Knorpels im Gelenk. Das Knorpelgewebe dient im Knie als Stoßdämpfer und absorbiert die einwirkenden Kräfte. Der Knorpel kann mit dem Reifen eines Autos verglichen werden. Fährt man weiter, nachdem ein Reifen geplatzt ist, wird die Felge den Reifen zerstören. Wird der Knorpel geschädigt, wird der harte Knochen den weichen Knorpel zerdrücken und zerbrechen. Ähnlich wie das Auto auf die Seite des platten Reifens kippt, kommt es bei geschädigtem Knorpel zu Gangstörungen. Die Innenseite des Knies sinkt ein, und es kommt zu Verbiegungen. Arthrose ist genau eine solche Erkrankung. So wie ein zerstörter Reifen nicht repariert, sondern ersetzt werden muss, kann ein Knie mit fortgeschrittener Arthrose, also mit zerstörtem Knorpel, ohne Prothesenchirurgie nicht vollständig geheilt werden.