Anaphylaxie ist eine schwere allergische Reaktion, deren Symptome von Person zu Person und je nach Allergenexposition variieren können. Die häufigsten Anzeichen und Symptome werden in der Regel in den folgenden Systemen beobachtet:

* Hautreaktionen: Nesselsucht (Urtikaria), Juckreiz, Hautausschlag, Rötungen und großflächige Schwellungen (Angioödem). Hautsymptome können in einigen Fällen fehlen (etwa 10 %).
* Atmungssystem: Atembeschwerden (Dyspnoe), pfeifende Atmung (Stridor/Wheezing), Husten, laufende Nase, juckende Nase, Niesen, Schwellung der Zunge und/oder des Rachens (Risiko einer Atemwegsobstruktion).
* Herz-Kreislauf-System: Niedriger Blutdruck (Hypotonie), erhöhte (Tachykardie) oder verminderte (Bradykardie) Pulsfrequenz, Schwindel, Ohnmacht.
* Gastrointestinales System: Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, Krämpfe und Durchfall.
* Weitere Symptome: Müdigkeit, Schwäche und selten Harninkontinenz.

Die Anzeichen und Symptome einer Anaphylaxie treten typischerweise innerhalb der ersten zwei Stunden nach Allergenkontakt auf. Dieser Zeitraum kann nur wenige Minuten betragen oder sich in einigen Fällen auf bis zu 4-6 Stunden verlängern. Für die Diagnose ist in der Regel die Beteiligung von mindestens zwei Organen/Systemen erforderlich. Die Beteiligung des Atmungs- und Herz-Kreislauf-Systems birgt ein lebensbedrohliches Risiko.

Sich schnell entwickelnde isolierte Symptome wie Heiserkeit, ein Gefühl der Enge im Hals oder niedriger Blutdruck nach Exposition gegenüber einem bekannten Allergen (z. B. Bienenstich oder Medikamenteneinnahme) können ebenfalls auf eine Anaphylaxie hinweisen. Bei derselben Person können zu verschiedenen Zeiten und mit verschiedenen Auslösern unterschiedliche Symptome auftreten.