Tachykardie umfasst verschiedene Arten, die jeweils durch spezifische elektrische Herzrhythmusstörungen gekennzeichnet sind:

Vorhofflimmern (AFib): Dies ist ein schneller Herzschlag, verursacht durch chaotische, unregelmäßige elektrische Signale, die in den oberen Herzkammern (Vorhöfen) entstehen. Diese Signale führen zu schnellen, unkoordinierten und schwachen Kontraktionen der Vorhöfe. Obwohl Vorhofflimmern vorübergehend sein kann, bleiben einige Episoden bestehen, wenn sie nicht behandelt werden. Es ist die häufigste Art von Tachykardie.

Vorhofflattern: Beim Vorhofflattern schlagen die Vorhöfe des Herzens sehr schnell, aber in einem regelmäßigen, organisierten Rhythmus. Diese schnelle Rate führt dennoch zu schwachen Vorhofkontraktionen. Vorhofflattern entsteht durch abnormale elektrische Schaltkreise innerhalb der Vorhöfe. Episoden können sich spontan zurückbilden oder eine medizinische Intervention erfordern. Personen mit Vorhofflattern erleiden zu anderen Zeiten häufig auch Vorhofflimmern.

Supraventrikuläre Tachykardie (SVT): SVT bezeichnet einen anormal schnellen Herzschlag, der irgendwo oberhalb der unteren Herzkammern (Ventrikel) entsteht. Sie wird oft durch angeborene abnormale elektrische Leitungsbahnen im Herzen verursacht, die einen sich wiederholenden Kreislauf von Signalen erzeugen.

Ventrikuläre Tachykardie (VT): Ventrikuläre Tachykardie ist ein schneller Herzschlag, der durch abnormale elektrische Signale in den unteren Herzkammern (Ventrikeln) ausgelöst wird. Diese beschleunigte Rate verhindert, dass sich die Ventrikel effizient füllen und zusammenziehen können, um ausreichend Blut in den Körper zu pumpen. VT-Episoden können kurz sein und nur wenige Sekunden ohne Schaden dauern. Episoden, die jedoch länger als einige Sekunden anhalten, können zu einem lebensbedrohlichen medizinischen Notfall werden.

Kammerflimmern (VFib): VFib tritt auf, wenn schnelle, chaotische elektrische Impulse dazu führen, dass die unteren Herzkammern (Ventrikel) ineffektiv zittern, anstatt Blut in den Körper zu pumpen. Dieser Zustand ist tödlich, wenn der normale Herzrhythmus nicht innerhalb von Minuten durch einen Elektroschock (Defibrillation) wiederhergestellt wird. Kammerflimmern kann während oder nach einem Herzinfarkt auftreten. Die meisten Personen, die VFib erleiden, haben eine zugrunde liegende Herzerkrankung oder haben ein schweres Trauma, wie einen Blitzschlag, erlitten.