Die Sprachaudiometrie ist ein wichtiger Hörtest, der die Wahrnehmung und Bewertung menschlicher Sprache im auditorischen System misst. Dieser Test liefert detaillierte Informationen über die auditiven Funktionen einer Person und leitet so Spezialisten an. Die Sprachaudiometrie umfasst typischerweise die Bewertung von vier Hauptschwellen: der Sprachverständlichkeitsschwelle (SRT), dem Sprachdiskriminationsscore (SDS), der angenehmsten Lautstärke (MCL) und dem Unbehaglichkeitspegel (UCL).

Sprachverständlichkeitsschwelle (SRT): Dies ist die niedrigste Schallintensität, bei der eine Person 50 % der gehörten Wörter korrekt wiederholen kann. Um diesen Schwellenwert zu bestimmen, werden dem Patienten dreisilbige Wörter mit spezifischen Schallintensitäten vorgespielt und der Schallpegel basierend auf korrekten Wiederholungen angepasst.

Sprachdiskriminationsscore (SDS): Dies ist ein in Prozent ausgedrücktes Maß, das die Fähigkeit einer Person anzeigt, Sprache wahrzunehmen und zu verstehen. Er wird berechnet, indem ein spezifischer Dezibelpegel (normalerweise 25-40 dB) zum SRT addiert und dann der Prozentsatz der korrekt wiederholten einsilbigen Wörter bestimmt wird. Bei Personen ohne Hörbeschwerden liegt der SDS typischerweise bei etwa 90 %.

Angenehmste Lautstärke (MCL): Dies ist der Schallpegel, bei dem eine Person Sprache am angenehmsten zu hören findet. Dieser Schwellenwert liegt zwischen dem SRT und dem UCL.

Unbehaglichkeitspegel (UCL): Dies ist der höchste Schallpegel, bei dem eine Person aufgrund der Schallintensität Unbehagen zu empfinden beginnt.

In der klinischen Beurteilung wird bei Personen ohne Hörbeschwerden ein durchschnittlicher SRT-Wert von 20 dB, ein MCL-Wert von 40-60 dB, ein SDS-Wert von 90-100 % und ein UCL-Wert von 100-120 dB beobachtet. Bei Schallleitungsschwerhörigkeit können die SRT- und UCL-Werte typischerweise höher sein.