Der EGFR-Test wird durchgeführt, wenn der Verdacht auf eine eingeschränkte Nierenfunktion besteht oder der Zustand einer Nierenerkrankung untersucht werden soll. eGFR ist ein wichtiger Parameter zur Bestimmung von Nierenschäden. In einigen Fällen wird die Beurteilung der Nierenfunktion besonders empfohlen. Die EGFR-Testung wird insbesondere in folgenden Fällen empfohlen:

Schwangerschaft
Herzerkrankungen
Diabetes mellitus
Genetische Prädisposition
Häufige Harnwegsinfektionen
Harnwegsobstruktionen
Hypertonie
Adipositas
Tabakkonsum

Bei Schädigung der Nieren oder anderen Nierenerkrankungen filtern die Glomeruli weniger Blut. Kreatinin entsteht aus dem Abbau von tierischem Protein in der Nahrung und von Phosphokreatin in der Skelettmuskulatur, seine Produktion im Körper ist daher proportional zur Muskelmasse. Daher wird es von Alter, Geschlecht und Körpermasse beeinflusst. Eine unzureichende Blutfiltration führt zur Anhäufung gefährlicher Toxine im Körper. Bei einer eingeschränkten Nierenfunktion kommt es zu einem Anstieg von Harnstoff und Kreatinin im Blut. Ein durch eine reduzierte Nierenfunktion bedingter Anstieg von Harnstoff und Kreatinin kann in frühen Stadien keine ausgeprägten klinischen Symptome zeigen. Im Laufe der Zeit können beim Patienten Symptome wie Schwäche, Gelenkschmerzen, vermindertes Harnvolumen und Juckreiz auftreten.