Die überwiegende Mehrheit der Hodenkrebserkrankungen (ca. 90-95 %) entsteht aus „Keimzellen“, die für die Spermienproduktion verantwortlich sind. Diese Krebserkrankungen werden hauptsächlich in zwei Haupttypen eingeteilt: Seminome und Nicht-Seminome.

Seminom-Tumoren:
Diese Tumortypen neigen dazu, langsamer zu wachsen als Nicht-Seminom-Typen. Sie werden in der Regel zwischen 25 und 45 Jahren beobachtet, können aber auch in höherem Alter auftreten.

Nicht-Seminom-Tumoren:
Nicht-Seminom-Tumoren neigen dazu, im Vergleich zu Seminom-Krebsarten schneller zu wachsen. Es gibt vier Hauptuntertypen: Teratom, Chorionkarzinom, Dottersacktumor und embryonales Karzinom. Diese Krebserkrankungen werden typischerweise im späten Jugendalter und in den frühen 30ern diagnostiziert.

Andere Hodentumoren:
Neben Keimzelltumoren oder manchmal in Verbindung mit ihnen existieren weitere Arten von Hodentumoren:

* Gemischte Keimzelltumoren: Einige Hodenkrebserkrankungen können eine Kombination aus Seminom- und Nicht-Seminom-Zellen oder eine Mischung verschiedener Nicht-Seminom-Untertypen umfassen.
* Stromale Tumoren: Diese Tumoren entstehen aus den Zellen im unterstützenden und hormonproduzierenden Gewebe der Hoden. Sie sind größtenteils gutartig und werden chirurgisch behandelt.

Intratubuläre Keimzellneoplasie (ITGCN):
Einige Hodenkrebserkrankungen entwickeln sich aus einem Zustand, der als ITGCN bekannt ist. In diesem Zustand sind die Zellen abnormal, haben sich aber nicht über den Bereich hinaus ausgebreitet, in dem sich Spermienzellen entwickeln; das heißt, es handelt sich noch nicht um Krebs. ITGCN birgt jedoch ein etwa 50%iges Risiko, sich innerhalb von fünf Jahren in invasiven Hodenkrebs umzuwandeln. ITGCN wird bei etwa 5 % bis 10 % der Personen diagnostiziert, bei denen Hodenkrebs festgestellt wird. ITGCN weist ähnliche Risikofaktoren wie Hodenkrebs auf. Die Diagnose ist aufgrund fehlender Symptome schwierig und kann nur durch die Untersuchung von Gewebeproben bestätigt werden.