Auswirkungen der Chemotherapie auf sexuelle Funktion und Fruchtbarkeit

Eine Chemotherapie kann sowohl bei Männern als auch bei Frauen verschiedene Auswirkungen auf die reproduktive Gesundheit und die sexuelle Funktion haben.

Für Männer:
Eine Chemotherapie kann zu einer Verringerung der Spermienzahl führen, was potenziell eine temporäre oder dauerhafte Unfruchtbarkeit verursachen kann. Es ist entscheidend, die spezifischen Chemotherapeutika vor der Behandlung mit Ihrem Arzt zu besprechen, um die potenziellen Risiken und verfügbaren Vorsichtsmaßnahmen zu verstehen. Wenn die geplante Medikation ein Unfruchtbarkeitsrisiko birgt, kann die Kryokonservierung von Spermien (Sperma einfrieren) vor Beginn der Chemotherapie eine Option sein, um die Möglichkeit, in Zukunft Kinder zu bekommen, zu erhalten.

Für Frauen:
Chemotherapeutika können die Eierstockreserve und den Hormonhaushalt beeinflussen. Dies kann zu Veränderungen im Menstruationszyklus führen, einschließlich unregelmäßiger Perioden oder deren vollständigem Ausbleiben. Abhängig von Art und Dosis des Chemotherapeutikums kann eine temporäre oder dauerhafte Unfruchtbarkeit die Folge sein. Hormonelle Veränderungen können sich auch als Wechseljahrsbeschwerden wie Hitzewallungen, Schwitzen, Scheidentrockenheit und Brennen äußern. Es ist wichtig, Ihren Arzt zu konsultieren, wenn Sie eine dieser Beschwerden feststellen.