Die Persönlichkeitsstörungen des Clusters A sind durch seltsame oder exzentrische Verhaltensweisen gekennzeichnet. Die wichtigsten Störungen in diesem Cluster umfassen:

Paranoide Persönlichkeitsstörung
Diese Störung ist definiert durch ein durchgängiges Muster von Misstrauen und Argwohn gegenüber anderen, das im frühen Erwachsenenalter beginnt und in verschiedenen Kontexten auftritt. Diese Personen neigen dazu, die Motive anderer als böswillig zu interpretieren. Auffällige Merkmale sind:
* Unbegründeter Glaube, dass andere sie ausbeuten, schaden oder täuschen.
* Unwilligkeit, sich anderen anzuvertrauen, aus Angst, dass Informationen gegen sie verwendet werden könnten.
* Das Herauslesen herabwürdigender oder bedrohlicher Bedeutungen aus harmlosen Bemerkungen oder Ereignissen.
* Eine anhaltende Neigung, Groll zu hegen.
* Wiederkehrende, unbegründete Verdächtigungen bezüglich der Treue des Ehe- oder Sexualpartners.

Schizoide Persönlichkeitsstörung
Diese Störung ist durch ein durchgängiges Muster von Distanziertheit in sozialen Beziehungen und eine eingeschränkte Bandbreite des Gefühlsausdrucks in zwischenmenschlichen Situationen gekennzeichnet. Diese Personen:
* Bevorzugen fast immer Einzelaktivitäten.
* Haben außer Verwandten ersten Grades keine engen Freunde oder Vertraute.
* Wirken emotional kalt, distanziert und zeigen eine abgeflachte Affektivität.

Schizotypische Persönlichkeitsstörung
Diese Störung ist ein durchgängiges Muster von sozialen und zwischenmenschlichen Defiziten, gekennzeichnet durch akutes Unbehagen bei und eine verminderte Fähigkeit zu engen Beziehungen, sowie kognitive oder perzeptive Verzerrungen und Verhaltensauffälligkeiten. Ihre hervorstechenden Merkmale sind:
* Seltsame oder exzentrische Denk- und Sprechweisen (z. B. vage, umständlich, übertrieben detailliert oder stereotyp).
* Inadäquate oder eingeschränkte Affektivität (emotionale Reaktionen).