Die Epiduralanästhesie bietet sowohl bei vaginalen (normalen) Geburten als auch bei Kaiserschnitten deutliche Vorteile.

Vorteile bei der vaginalen Geburt (normale Geburt):
* Schmerzbehandlung: Die werdende Mutter erlebt deutlich reduzierte oder keine Wehenschmerzen, weshalb oft von einer „Prinzessinnengeburt“ die Rede ist.
* Komfort während der Eingriffe: Schmerzen durch Eingriffe wie Episiotomie (Schnitt während der Geburt), deren Reparatur und die Entfernung der Plazenta nach der Geburt werden effektiv behandelt oder beseitigt.
* Komfort nach der Geburt: Uteruskontraktionen während der postpartalen Phase (Involution) werden ebenfalls weniger wahrscheinlich empfunden, was zu einer komfortableren Erholung beiträgt.

Vorteile beim Kaiserschnitt:
* Mütterliches Bewusstsein: Im Gegensatz zur Vollnarkose ermöglicht die Epiduralanästhesie der Mutter, während der Geburt wach und bewusst zu bleiben. Sie kann den Moment der Geburt miterleben, den ersten Schrei ihres Babys hören und oft sofortigen Haut-zu-Haut-Kontakt haben.
* Beteiligung des Partners: Der Partner kann oft im Operationssaal anwesend sein und das Geburtserlebnis teilen.
* Unmittelbarer postoperativer Komfort: Die Mutter verspürt während der Operation keine Schmerzen. Postoperative Schmerzen treten typischerweise verzögert auf, da die Wirkung der Epiduralanästhesie mehrere Stunden nach dem Eingriff anhält, was eine leichtere frühe Genesung und das Stillen ermöglicht.
* Frühe Bindung und Stillen: Die Fähigkeit, sofort nach der Operation wach und schmerzfrei zu sein, erleichtert eine frühe Bindung und einen leichteren Beginn des Stillens.

Sowohl bei vaginalen Geburten als auch bei Kaiserschnitten minimiert die Epiduralanästhesie die starken Schmerzen und Beschwerden, die mit der Geburt verbunden sind, und verdient somit ihren populären Namen „Prinzessinnengeburt“.