Die endovaskuläre Embolisation ist eine minimalinvasive angiographische Behandlungsmethode, die von innerhalb eines Blutgefäßes durchgeführt wird. Der Eingriff beginnt typischerweise über eine Arterie in der Leiste; eine Schleuse (Introducer Sheath) wird in diesem Bereich platziert, und alle Verfahren werden über diese dünne Schleuse durchgeführt. Unter angiographischer Führung werden speziell entwickelte feine Katheter, Mikrokatheter, Drähte und Mikrodrähte verwendet, um den erkrankten Gefäßbereich oder die Läsion zu erreichen. Abhängig von der Art der Läsion werden verschiedene intravaskuläre Materialien zur Okklusion dieses Bereichs eingesetzt. Dazu können sehr feine Coils, embolisierende Partikel unterschiedlicher Struktur und Zusammensetzung (okklusive Mikropartikel), Gefäßkleber und Füllmaterialien (z.B. Glue, Onyx) gehören. In spezifischen Fällen wie Lebertumoren (hepatozelluläres Karzinom - HCC, Metastasen usw.) können spezialisierte Materialien wie mit Chemotherapeutika imprägnierte Mikropartikel oder Mikrosphären mit radioaktiven Substanzen bevorzugt werden. Zur Behandlung von arteriellen Aneurysmen (Gefäßaussackungen) im Gehirn oder anderen Regionen können bei Bedarf Ballonkatheter oder Hilfsstents (intravaskuläre Metallgitter) als zusätzliche Materialien eingesetzt werden. Der Verschluss einiger Aneurysmen kann auch durch die alleinige Verwendung spezieller Stents, wie flussumlenkender Stents oder beschichteter Stents, möglich sein.