Ein Elektrokardiogramm (EKG) ist ein medizinisches Verfahren, das durch das Anlegen von Elektroden an bestimmten Körperbereichen durchgeführt wird, um die elektrische Aktivität des Herzmuskels zu messen und aufzuzeichnen. Bei diesem Verfahren werden typischerweise insgesamt zehn Elektroden angelegt: sechs im Brustbereich und jeweils vier an den Armen und Beinen (zwei pro Extremität). Diese Elektroden erfassen die elektrischen Impulse, die während der Kontraktion und Entspannung der Vorhöfe und Kammern des Herzens entstehen, welche dann auf einem Graphen überwacht und aufgezeichnet werden.

Die EKG-Durchführung umfasst die folgenden Schritte:

1. Vorbereitung: Der Patient wird gebeten, Kleidung oberhalb der Taille abzulegen, und ein Kittel wird zur Wahrung der Privatsphäre bereitgestellt.
2. Positionierung: Der Patient legt sich auf einen Untersuchungstisch oder eine flache Unterlage und wird angewiesen, während des Vorgangs ruhig zu bleiben und nicht zu sprechen.
3. Elektrodenplatzierung: Zehn Elektroden werden an spezifischen Punkten an Brust, Armen und Beinen platziert, oft unter Verwendung eines speziellen Gels.
4. Aufzeichnung: Das EKG-Gerät wird gestartet, und die elektrische Aktivität des Herzens wird sofort grafisch aufgezeichnet.
5. Abschluss: Sobald die Aufzeichnung abgeschlossen ist, entfernt das medizinische Personal die Elektroden sicher.
6. Auswertung: Die gewonnenen EKG-Daten werden von einem spezialisierten Kardiologen detailliert untersucht und interpretiert.