Die genaue Bestimmung der wahren Prävalenz einer Herpes-simplex-Infektion bei Individuen ist schwierig. Die Hauptgründe für diese Schwierigkeit sind die Fähigkeit der Infektion, über lange Zeiträume symptomlos im Körper zu verbleiben (asymptomatisches Trägerschaft), und die Tatsache, dass etwa 65 % der infizierten Personen ihren Zustand nicht kennen. Darüber hinaus zögern einige Personen, insbesondere solche mit einer HSV-2-Infektion, möglicherweise, ihre Krankheit aufgrund von sozialer Stigmatisierung und Scham zu melden. Diese Faktoren führen dazu, dass die gemeldeten Fallzahlen deutlich unter der tatsächlichen Anzahl der Virusträger liegen. Die Prävalenz der Herpes-simplex-Virus (HSV)-Infektion variiert erheblich zwischen verschiedenen Gemeinschaften und geografischen Regionen. Zum Beispiel liegt dieser Wert in den USA bei etwa 20 %, in Schweden bei 35 % und in Brasilien bei etwa 40 %. Obwohl es in der Türkei keine definitive wissenschaftlich fundierte Statistik gibt, deuten Schätzungen auf eine Prävalenz von etwa 30 % hin. Risikogruppen, in denen die Infektion häufiger beobachtet wird, umfassen Populationen mit niedrigerem soziokulturellem und sozioökonomischem Niveau.