Für in der Brust entdeckte Fibroadenome stehen verschiedene Behandlungsmethoden zur Verfügung. Die Wahl der Methode hängt von der Größe und den Eigenschaften des Fibroadenoms sowie den individuellen Umständen des Patienten ab.
1. Lumpektomie oder Exzisionsbiopsie: Dieser chirurgische Eingriff wird unter Vollnarkose durchgeführt. Ein allgemeiner Chirurg entfernt das Fibroadenom zusammen mit einem kleinen Rand des umgebenden Brustgewebes. Das entnommene Gewebe wird anschließend zur pathologischen Untersuchung an ein Labor geschickt. Der Eingriff dauert in der Regel etwa eine Stunde, und je nach Genesung des Patienten kann ein Krankenhausaufenthalt über Nacht erforderlich sein.
2. Vakuumassistierte Exzisionsbiopsie (VAE): Diese minimalinvasive Technik eignet sich für kleinere Fibroadenome. Unter Lokalanästhesie wird eine spezielle Nadel mit einem Vakuummechanismus verwendet, um mehrere Gewebeproben oder sogar das gesamte Fibroadenom zu entnehmen. Patienten benötigen für diesen ambulanten Eingriff in der Regel keinen Krankenhausaufenthalt.
3. Kryoablation: Eine Option für kleinere Fibroadenome ist die Kryoablation, bei der der Tumor eingefroren wird. Anstatt einer chirurgischen Entfernung wird ein Schnitt gemacht und eine Kryosonde liefert extreme Kälte (Gas), um das Fibroadenomgewebe zu zerstören oder einzufrieren.
4. Radiofrequenzablation (RFA): Dieses Verfahren verwendet Hitze, um das Fibroadenom zu zerstören. Die RFA wird unter Lokalanästhesie und unter Ultraschallführung durchgeführt, um die Läsion präzise zu lokalisieren.