Während der Schwangerschaft ist die häufigste Art eines niedrigen Thrombozytenwerts als 'Gestations-Thrombozytopenie' bekannt. Dieser Zustand tritt normalerweise im zweiten oder dritten Trimester der Schwangerschaft auf und ist oft mild, wobei er typischerweise keine spezielle Behandlung erfordert. Für eine vaginale Geburt oder einen Kaiserschnitt wird ein Thrombozytenwert über 50.000/mm³ im Allgemeinen als ausreichend angesehen. Eine Behandlung kann jedoch in Fällen erforderlich sein, in denen diese Werte vor der Entbindung unter den Schwellenwert fallen. Eine Gestations-Thrombozytopenie sollte von Gynäkologen und Geburtshelfern sowie Hämatologen in einem multidisziplinären Ansatz beurteilt werden.