Die endoskopische Sleeve-Gastroplastik (ESG) ist eine Option für adipöse Patienten, die durch Diät- und Lebensstiländerungen keinen signifikanten Gewichtsverlust erzielen konnten. Dies umfasst Personen mit einem Body-Mass-Index (BMI) von 35 kg/m² oder höher, oder solche mit einem BMI von 30 kg/m² oder höher, die zusätzlich Adipositas-bedingte Begleiterkrankungen wie Diabetes oder Bluthochdruck aufweisen. Die Patienten sollten zuvor versucht haben und gescheitert sein, einen nachhaltigen Gewichtsverlust durch betreute Diätprogramme zu erreichen, ähnlich den Kriterien für laparoskopische bariatrische Eingriffe. Vor dem Eingriff werden alle Kandidaten einer umfassenden multidisziplinären Bewertung unterzogen, die Spezialisten für Psychiatrie, Endokrinologie und Innere Medizin umfasst. Dies beinhaltet eine vollständige Reihe diagnostischer Tests und eine Anästhesieberatung. Der Eingriff wird nur durchgeführt, wenn bei dieser gründlichen Untersuchung keine medizinischen oder psychologischen Kontraindikationen festgestellt werden. Patienten mit vorbestehenden Magenbeschwerden müssen vor der ESG eine entsprechende Behandlung und Behebung dieser Probleme erhalten. Das Vorhandensein eines Tumors ist jedoch eine absolute Kontraindikation für dieses Verfahren.