Amputationen werden je nach Wundzustand und chirurgischer Technik in zwei Haupttypen eingeteilt: offene Amputation und geschlossene Amputation.

Offene Amputation: Bei dieser Methode wird nach der Entfernung der Gliedmaße die Wundoberfläche nicht mit Haut bedeckt und mit offenen Verbänden versorgt. Die offene Amputation wird in der Regel in Situationen mit hohem Infektionsrisiko (z. B. schwere Infektionen oder Komplikationen aufgrund von Gefäßerkrankungen) bevorzugt. Sie kann auch angewendet werden, wenn im zu amputierenden Bereich nicht ausreichend gesundes Hautgewebe vorhanden ist, um die Wunde zu bedecken.

Geschlossene Amputation: Diese Methode wird durchgeführt, wenn nach der Amputation ausreichend gesunde Haut und Weichteile zur Bedeckung der Wundoberfläche vorhanden sind. Nach der chirurgischen Entfernung der Gliedmaße werden die Gewebe und die Haut in der Operationswunde sorgfältig zusammengeführt und verschlossen. Dadurch wird der Amputationsprozess ohne offene Wunde abgeschlossen und der Heilungsprozess unterstützt.