Eine umfassende systemische Untersuchung ist bei einer Fruchtbarkeitsbeurteilung unerlässlich. Schon das allgemeine körperliche Erscheinungsbild eines Patienten kann wichtige Hinweise auf zugrunde liegende Erkrankungen geben. Zum Beispiel können Beobachtungen wie das Fehlen eines zurückweichenden Haaransatzes, das Fehlen typischer männlicher frontaler Haarlinien-Einziehungen oder spärlicher bis fehlender Gesichtsbehaarung auf hormonelle Ursachen hinweisen.

Zusätzlich zu diesen ersten Befunden sollte die Untersuchung gründlich Folgendes beurteilen:
* Das Vorhandensein von Gynäkomastie (Brustvergrößerung).
* Die Entwicklung und Verteilung der Körperbehaarung, einschließlich Brust, Achselhöhlen, Genitalien und Beine.
* Die Morphologie des Penis und der Hoden.
* Das Vorhandensein der Hoden im Skrotum.
* Das Vorhandensein einer Varikozele.
* Das Vorhandensein oder Fehlen des Vas deferens (Samenleiter).
* Das Vorhandensein von Adipositas, angesichts ihres potenziellen Einflusses auf die Fruchtbarkeit.