Lebensbedrohliche ventrikuläre Tachykardien (Herzrhythmusstörungen), die sich oft nach einem Herzinfarkt im Narbengewebe entwickeln, das totes Herzmuskelgewebe ersetzt, neben vitalem Gewebe, werden typischerweise medikamentös oder, falls erforderlich, mittels Ablation behandelt. Diese Methoden werden seit vielen Jahren erfolgreich angewendet. Bei Patienten, die jedoch zuvor Herzoperationen wie einen Koronar-Bypass oder eine Herzklappenoperation hatten, oder wenn die Arrhythmie von der äußeren Oberfläche des Herzens ausgeht, kann es schwierig oder sogar unmöglich werden, die Quelle der Arrhythmie zu erreichen und zu behandeln. Die Behandlung dieser schwer erreichbaren Arrhythmie-Quellregionen durch gezielte Anwendung einer speziellen, computergestützten Strahlentherapie wird als 3D-stereotaktische Strahlentherapie bezeichnet.