Die Diagnose der Mukormykose, oft umgangssprachlich als „Schwarzer-Pilz-Krankheit“ bezeichnet, kann schwierig sein, insbesondere mit routinemäßigen Bluttests. Ein hohes Maß an Verdacht ist von größter Bedeutung, besonders bei immungeschwächten Personen, die Symptome aufweisen, die Nase, Nebenhöhlen, Atemwege oder Augen betreffen.

Wichtige Diagnosestrategien:
1. Risikobewertung: Bei immungeschwächten Patienten wird ein signifikanter Abfall der Neutrophilenzahl (eine Art weißer Blutkörperchen) als wichtiger Risikofaktor für die Entwicklung von Mukormykose angesehen.
2. Radiologische Bildgebung: Fortschrittliche Bildgebungstechniken, wie Computertomographie (CT)-Scans, sind entscheidend für die Bestimmung des Ausmaßes der Krankheitsausbreitung. Sie liefern wertvolle Einblicke in das Vorhandensein und die Beteiligung der Mukormykose in Bereichen wie Gehirn, Nebenhöhlen, Lunge, Bauch oder anderen Körperregionen. CT-Scans können speziell Gewebeödeme, Verdickungen und Läsionsausbreitungen in betroffenen Organen wie Augen und Gehirn erkennen. Für immungeschwächte Patienten mit Atemwegssymptomen wird ein Thorax-CT-Scan empfohlen, um eine mögliche Lungenbeteiligung zu beurteilen. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass Befunde wie Ergüsse, Knötchen oder Milchglas-Opazitäten auf einem Thorax-CT nicht spezifisch für Mukormykose sind und auch bei anderen Formen von Lungenentzündung beobachtet werden können.
3. Endoskopische Untersuchung und Biopsie: Bei Verdacht auf eine sinonasale Beteiligung ist eine endoskopische Untersuchung in Kombination mit einer Gewebebiopsie aus dem betroffenen Bereich hochgradig diagnostisch.
4. Histopathologische und Mikrobiologische Bestätigung: Die definitive Diagnose basiert auf der mikroskopischen Untersuchung von Gewebebiopsien oder Atemwegsproben (z. B. Sputum, bronchoalveoläre Lavage). Das Vorhandensein von Gewebenekrose und charakteristischen breiten, nicht-septierten Pilzhyphen bestätigt die Mukormykose. Diese direkte Visualisierung des Pilzes ist der Goldstandard.