Obwohl die genauen Ursachen der Agoraphobie nicht vollständig geklärt sind, wird angenommen, dass sie aus einem komplexen Zusammenspiel biologischer, psychologischer und umweltbedingter Faktoren resultiert. Obwohl verschiedene Theorien existieren, deutet das aktuelle Verständnis auf eine Kombination aus genetischen Prädispositionen und Lebenserfahrungen hin. Psychologische Faktoren, wie bestimmte Persönlichkeitsmerkmale oder Temperamente, können die Anfälligkeit erhöhen. Zum Beispiel haben Personen mit vermeidenden, abhängigen oder stark introvertierten Persönlichkeitsstilen möglicherweise eine höhere Wahrscheinlichkeit, Agoraphobie zu entwickeln. Aus psychodynamischer Sicht, die sich darauf konzentriert, wie Individuen mit inneren emotionalen Konflikten umgehen, wurde Agoraphobie als eine Manifestation ungelöster innerer Kämpfe konzeptualisiert. Umwelteinflüsse, wie traumatische Erlebnisse oder belastende Lebensereignisse, können ebenfalls eine bedeutende Rolle spielen. Darüber hinaus kann, wie bei vielen psychischen Erkrankungen, eine genetische Komponente zur Anfälligkeit eines Individuums für Agoraphobie beitragen.