Ein niedriger Albuminspiegel (Hypoalbuminämie) ist ein Zustand, der durch einen Albuminproteinspiegel unter 3,4 g/dL in Bluttests definiert ist. Albumin ist ein wichtiges Protein, das eine entscheidende Rolle bei der Flüssigkeitsretention in den Blutgefäßen spielt. Ein niedriger Spiegel dieses Proteins kann auf ein zugrunde liegendes Gesundheitsproblem in Organen wie Leber und Nieren hinweisen.

Bei Hypoalbuminämie treten Proteinmoleküle im Blutplasma aus den Blutgefäßen aus, was zur Bildung von Ödemen im Körper führt. Dieser Zustand äußert sich in Schwellungen und Ödemen, insbesondere an Händen, Knöcheln, Gesicht, Beinen und Augenlidern.

Die Hauptursachen für einen niedrigen Albuminspiegel sind:
* Unzureichende Albuminsynthese in der Leber (Zirrhose, Hepatitis, Lebererkrankungen)
* Übermäßiger Albuminverlust (nephrotisches Syndrom, Verbrennungen, Traumata, Blutungen, Durchfall)
* Alkoholkonsum
* Diabetes
* Magengeschwüre
* Chronische und rheumatische Erkrankungen
* Hypothyreose
* Längere Bettruhe
* Ernährungsstörungen
* Hypoadrenalismus
* Wachstumshormonstörungen
* Schilddrüsenerkrankungen (insbesondere bei erhöhtem Albuminabbau)
* Präeklampsie (Schwangerschaftsvergiftung)
* Cushing-Krankheit

Symptome eines niedrigen Albuminspiegels können sein:
* Ödeme und Schwellungen in verschiedenen Körperteilen
* Plötzlicher Gewichts- und Appetitverlust
* Müdigkeit
* Übelkeit und Erbrechen
* Bauchschmerzen
* Atembeschwerden
* Häufiges nächtliches Wasserlassen
* Sexuelle Dysfunktion
* Juckreiz
* Fieber
* Blutergussbildung am Körper
* Veränderungen in der Urin- und Stuhlfarbe