Kleptomanie, im Volksmund auch als 'Stehlkrankheit' bekannt, ist eine wiederkehrende psychische Störung, bei der eine Person Schwierigkeiten hat, dem Impuls zu widerstehen, Gegenstände zu stehlen, die keinen materiellen Wert haben oder nicht für den persönlichen Gebrauch benötigt werden. Diese Störung beginnt typischerweise in der Adoleszenz, kann bis ins späte Erwachsenenalter andauern und bei manchen Individuen lebenslang bestehen bleiben. Aufgrund ihrer Seltenheit, der damit verbundenen sozialen Stigmatisierung und der Zurückhaltung bei der Suche nach Behandlung kann die genaue Prävalenz der Kleptomanie in der Allgemeinbevölkerung nicht exakt bestimmt werden. Studien zeigen, dass zwischen 3,8 % und 10 % der Personen, die Diebstähle begehen, Symptome der Kleptomanie aufweisen.