Rheumatisches Herzfieber (RHF) folgt oft einer kürzlich aufgetretenen Streptokokkeninfektion. Um das Vorhandensein einer Streptokokkeninfektion zu bestätigen, kann eine Rachenkultur oder ein Bluttest durchgeführt werden. Während einer körperlichen Untersuchung könnten ein Herzgeräusch oder ein Reibegeräusch festgestellt werden. Ein Herzgeräusch weist auf einen veränderten Blutfluss durch beschädigte Herzklappen hin, während ein Reibegeräusch auf eine Entzündung und Bewegung des Herzgewebes gegeneinander schließen lässt.

Nach einer gründlichen körperlichen Untersuchung können verschiedene diagnostische Tests zur Bestätigung der Diagnose Rheumatisches Herzfieber eingesetzt werden:

* Bluttest: Dieser Test sucht nach Antikörpern, die auf eine kürzlich erfolgte Gruppe-A-Streptokokkeninfektion hinweisen.
* Echokardiogramm (Echo): Als der am besten geeignete Test zur Diagnose von Herzklappenproblemen liefert ein Echokardiogramm detaillierte Bilder der Herzkammern und -klappen. Es kann Probleme wie den Rückfluss von Blut durch eine beschädigte Klappe, Flüssigkeitsansammlungen um das Herz oder ein vergrößertes Herz aufzeigen.
* Elektrokardiogramm (EKG): Ein EKG identifiziert abnormale Herzrhythmen (Arrhythmien) und kann manchmal Schäden am Herzmuskel erkennen.
* Kardio-MRT: In spezifischen Fällen kann ein Kardio-MRT für eine detailliertere Beurteilung der Herzklappen und des Herzmuskels verwendet werden.