Der Behandlungsverlauf bei männlicher Unfruchtbarkeit ist stark individualisiert und wird hauptsächlich durch die spezifische zugrunde liegende Ursache sowie das Vorhandensein oder Fehlen von Spermien im Ejakulat bestimmt. Die anfängliche Behandlung beinhaltet oft die Behebung identifizierbarer und behandelbarer zugrunde liegender Erkrankungen.

Für die männliche Unfruchtbarkeit kann eine Reihe therapeutischer Interventionen in Betracht gezogen werden:

* Pharmakologische Behandlungen: Einsatz spezifischer Medikamente.
* Hormonelle Therapien: Verabreicht durch Injektionen zur Optimierung der Hormonspiegel.
* Intrauterine Insemination (IUI): Ein Verfahren, bei dem Spermien direkt in die Gebärmutter eingebracht werden.

Bei Bedarf bieten fortgeschrittene assistierte Reproduktionstechnologien (ART) weitere Optionen:

* In-vitro-Fertilisation (IVF): Umgangssprachlich als „Reagenzglasbaby“-Behandlung bekannt.
* Intrazytoplasmatische Spermieninjektion (ICSI): Eine spezialisierte Form der IVF, bei der eine einzelne Spermazelle direkt in eine Eizelle injiziert wird.
* Intrazytoplasmatische morphologisch selektierte Spermieninjektion (IMSI): Ähnlich wie ICSI, aber beinhaltet die Auswahl von Spermien unter hoher mikroskopischer Vergrößerung.
* Mikrochirurgische testikuläre Spermienextraktion (Micro-TESE): Ein chirurgisches Verfahren zur Entnahme von Spermien direkt aus den Hoden, insbesondere bei Azoospermie.